[Kolumne] Getrennte Hotels trotz Fusion?
Am 5. Mai 2010 fusionierten das amerikanische und das kanadische Habbo Hotel als erstes Hotel der weltweiten Fusion aller englischsprachigen Habbo Hotels. Der erste Schritt der größten Fusion der Geschichte des Habbo Hotels war getan. Australien, Singapur und Großbritannien folgten. Das „größte“ Habbo Hotel war geboren: Das Habbo.com. Nun könnte man meinen, dass dank der Fusion die vorherigen 5 Habbo Hotels ein großes Habbo Hotel bilden. Falsch!
Wer dachte, dass das Habbo Hotel logischerweise ein riesen Hotel für alle Habbos ist hat falsch gedacht! Viele werden sich jetzt bestimmt fragen, warum sollte es anders sein und was ist überhaupt anders?
Nun, wenn ein Habbo aus Amerika ins Habbo Hotel eincheckt sieht er bestimmte News, die ein Habbo aus Großbritannien zum Beispiel nicht sieht und umgekehrt. Ein kleines Beispiel: Die News über den Starchat mit FranKo am Freitag sieht der amerikanische Habbo nicht, der Habbo aus Großbritannien schon. Ebenso ist es mit den Habbos aus Kanada, Singapur und Australien.
Heißt das nun, dass nur Habbos aus Großbritannien die News mit dem Starchat lesen können? – Genau und nicht nur das. Das nächste Beispiel kannst du als Habbo aus Deutschland selbst ausprobieren. Check ins Habbo.com ein und öffne den Hotelnavigator. Nun siehst du als ersten Hotelraum die Habbo Mall bzw. die Empfangshalle. Schaut man sich nun den Navigator eines Habbos aus Großbritannien an, so sieht man, dass dort viel mehr Räume als bei einem Habbo, der sich von Deutschland aus einloggt. Der britische Habbo hat also die Möglichkeit mehr offizielle Räume zu betreten als der deutsche oder amerikanische Habbo.
Hat man die News als amerikanischer Habbo über das Toolbar, das es für das Habbo.com gibt, nun doch entdeckt und möchte an dem Starchat von FranKo teilnehmen, wird man erst einmal die VIP Lounge suchen und wird am Ende vergebens feststellen, dass es diese gar nicht gibt! Ehm halt – es gibt sie doch, aber eben nur für britische Habbos. Einzige Chance doch in den Raum zu kommen: Man kennt einen Habbo, der in Großbritannien lebt und in den entsprechenden Raum geht und man bei diesem Habbo auf das Raum Betreten Symbol klickt. Die meisten Habbos wissen gar nicht, dass es diese Räume gibt bzw. wissen sie nicht, dass nur Habbos aus bestimmten Ländern diese Räume alleine Betreten können.
Nun muss man sich die Frage stellen, wieso Sulake das tut. Sie fusionieren 5 Habbo Hotels der selben Sprache, doch trotzdem werden die Habbos aus den jeweiligen Ländern „anders“ behandelt. Spextor hat beim Fondue Freitag den Habbos mitgeteilt, dass die USA so ein riesiges Land sei aber dort sei Habbo im Vergleich zu anderen Anbietern relativ klein und um wettbewerbsfähig zu bleiben, mussten sie etwas Unternehmen. Im Vergleich sei das Schweizer Habbo Hotel – gemessen an der Größe der Schweiz extrem erfolgreich und könne alleine bestehen.
Durch die Fusion spart Sulake auch eine Menge Geld, was man im Hinterkopf behalten muss. Doch wieso „teilt“ Sulake manche Habbos auf, je nach dem, aus welchem Land sie kommen und schalten dementsprechend die News? Bei News, die das Talerladen in Amerika betreffen, könnte man es ja verstehen, doch bei Starchats? Nun, man sollte vielleicht auch im Hinterkopf behalten dass in den Hotels Ländern aus unterschiedlichen Zeitzonen vertreten sind. Würde solch ein Starchat also sowieso nur für die britischen Habbos interessant sein oder was steckt dahinter?
Bei dem Starchat handelt es sich um eine britische Band. Durch den Besuch im Habbo Hotel werden diese natürlich auch bekannter, was jeder Star gerne will. Würden nun Habbos aus Amerika oder Australien die VIP Lounge für die britischen Habbos „blockieren“ um direkt im Raum dabei zu sein, würde das der britischen Band wohl nicht gefallen, da die Amerikaner oder Australier gar einen ganz anderen Musikgeschmack haben.
Ein anderes Beispiel: Die aktuellen News über die Kampagne der CREATE 2011 im englischsprachigem Habbo Hotel bekommen nur Habbos aus Singapur zu Gesicht, da die CREATE 2011 nur für die Habbos aus Singapur gedacht ist. Würden auch hier Habbos aus Amerika, Großbritannien und Co. Teilnehmen, würde die eigentliche Zielgruppe aus Singapur vielleicht nicht bei Wettbewerben gewinnen oder hätte andere Nachteile.
Letztendlich kann man sagen, dass Sulake durch die „Einteilung“ der Habbos je nach Herkunftsland, für die Habbos einen negativen Schritt getan haben, für das Marketing jedoch strategisch vorgegangen sind.
Dieser Beitrag spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und nicht die des Habbonews Teams.


killboy246 schrieb am 25. August 2010 um 16:59 #
Gute Kolumne. Ich finde sie ganz ok. Habs mir ganz durh gelesen ;)